Avgoula

Schreib eine Geschichte bis 2000 Wörter, in der folgende Wörter vorkommen:
Regen, schwarz, Unfall, Jahre, Geld, unverständlich

Es war ein ungemütlicher Tag. Ich schaute aus dem Fenster und sah doch nichts. Der Regen prasselte gegen die Scheibe. Die Tropfen versperrten mir die Sicht. Wobei es außer diesem langweilen Park vor dem Krankenhaus sowieso nichts zu sehen gab.

Die Welt hatte seit meinem Unfall jegliche Farbe verloren. Alles war grau und trostlos.

Der Psychologe meinte, dass ich nicht aufgeben dürfte. Dass ich weiterkämpfen müsste. Dass ich gute Chancen hätte, wieder ein normales Leben zu führen. Doch wusste er denn, was für mich normal war?

Ich raste normalerweise mit bis zu 50 km/h über Straßen – auf meinem Rennrad. Etwas, dass ich nie wieder tun konnte. Jedenfalls nicht auf Profiniveau.

Mein Traum von den Olympischen Spielen war Geschichte. Ein Traum, den ich über Jahre genährt hatte. Ein Traum, für den ich Geld und Zeit investiert hatte. Ein Traum, der wie eine Blase zerplatzte … in dem Moment, als ich auf dem Asphalt der Straße aufprallte und das Bewusstsein verlor.

Warme Finger strichen über meinen Handrücken. „Franzi? Alles in Ordnung?“, fragte mein Vater gefühlt zum tausendsten Mal.

Ich wollte ihm entgegenschreien, dass nichts in Ordnung war. Absolut gar nichts.

Ich war entweder an dieses Bett gefesselt oder an den Rollstuhl. Ich musste eine Person, um Hilfe bitten, wenn ich auf Toilette musste. Ich konnte mich kaum bewegen, musste ständig umgelagert werden. Doch das war bei weitem nicht das Schlimmste.

Nein … ich konnte sicherlich irgendwann damit umgehen, dass mein bisheriges Leben vorbei war. Dass ich mir ein neues Leben aufbauen musste. Aber diese eine Sache zerriss mich innerlich …

Mama hatte uns verlassen. Gestern. Oder war es schon vorgestern gewesen? Ich wusste es nicht mehr. Ich wusste nur, dass sie uns allen einen Brief geschrieben hatte. Einen verdammten Brief! Anstatt uns ins Gesicht zu sagen, dass sie es nicht mehr schaffte. Dass sie ihrem Traum nachjagen musste, um sich selbst nicht zu verlieren.

Wer von uns hätte es ihr verdenken können? Sie hatte sich jahrelang für uns alle aufgeopfert. Hatte ihre Bedürfnisse hintenangestellt. Sie hatte vielfach unsere Sachen in Kisten verpackt, wenn Papa mal wieder versetzt worden war. Sie hatte bei Wind und Wetter, an den Radsportstrecken Europas gestanden, um mir zuzujubeln. Sie hatte sich in das Regelwerk der NFL eingelesen, um den taktischen Zügen meines Bruders folgen zu können. Sie hatte so vieles getan, was wir ihr niemals zurückzahlen konnten.

Aber war jetzt der richtige Zeitpunkt, um sich ihren Traum vom Fotografiestudium zu erfüllen? Jetzt, wo wir ihre unerschöpfliche Kraft am meisten brauchten? Jetzt, da ich sie am meisten brauchte?

Die Tür öffnete sich und mein Bruder kam hinein. Er und Papa ließen mich fast nie allein. Als wenn sie Angst hätten, dass ich etwas Dummes tun könnte. Was Blödsinn war.

Ich war dem Tod von der Schippe gesprungen. Zweimal. Da dachte ich an alles andere als ein vorzeitiges Ableben.

Der Psychologe meinte, dass ich Pläne machen sollte. Doch woher sollte ich wissen, was ich tun wollte?

Marc setzte sich an das Fußende. „Ich musste bis ins nächste Einkaufszentrum laufen, um dir den Block zu besorgen.“ Er reichte ihn mir. Zusammen mit einem leuchtend pinken Stift. Am Ende war ein Puschel mit einem Flamingo obendrauf.

Zum ersten Mal seit Wochen brachte ich ein echtes Lächeln zustande. Diese Geste war so süß. Am liebsten hätte ich meinen Bruder in eine stürmische Umarmung gezogen.

„Danke.“

Er lächelte zurück. Leider erreichte die Wärme nicht seine Augen. Das Verschwinden unserer Mutter hatte ihn noch härter getroffen als mich. Was an ihrer engen Bindung lag.

Marc schüttelte den Kopf, als wenn er alle Gedanken an sie vertreiben wollte. „Was hast du damit vor?“

„Doktor Weber möchte, dass ich Pläne für die Zukunft mache.“

Papas Miene hellte sich auf. „Das ist eine sehr gute Idee.“

„Nur, dass ich keine Ahnung hab, was ich machen möchte.“

„Na … erstmal auf die Beine kommen, oder?“ Mein Bruder merkte, dass dieser Spruch etwas daneben war und verzog das Gesicht. „Sorry, Franzi.“

„Schon okay. Im Prinzip hast du ja recht. Die Reha sollte erstmal die oberste Priorität haben. Aber der Dok wollte, dass ich darüber hinausdenke.“

„Du könntest ja endlich studieren …“

Marc und ich stöhnten auf. Diese Diskussion führten wir nicht zum ersten Mal. Papa hatte immer gewollt, dass wir etwas aus uns machten. Dass wir nach dem Abi auf irgendeine Uni gingen. Doch wir wussten beide, dass wir nicht dafür gemacht waren.

Wir waren dem Sport verfallen. Ohne einem wirklichen Plan B.

Okay … Marc hatte das Angebot bekommen, auf ein College in den USA zu gehen – mit einem Sportstipendium. Aber das war irgendwie trotzdem nicht das Gleiche wie ein Vollzeitstudium.

Ich war zur Polizei gegangen, um dort in einer Sportfördergruppe zu trainieren. Die Ausbildung hatte ich so nebenbei absolviert. Also zählte das auch nicht wirklich als Plan B …

Was sollte ich in Zukunft machen?

Ich schrieb:

1.     Gesund werden

2.     Wieder allein laufen

Ich wusste nicht, was ich noch wollte. Im Moment gab es außer für diese Punkte keinen weiteren Raum.

Es klopfte. Die Tür öffnete sich einen Spalt und Sebastian schaute hinein.

Mein Herz stolperte.

Eine Sache wusste ich allerdings … etwas, was ich nicht wollte.

Schon vor meinem Sturz hatte ich Zweifel gehabt. Zweifel, die seit dem Streit mit meiner Schwester Tag für Tag immer lauter geworden waren. Bisher hatte ich sie beiseiteschieben, ignorieren können. Aber jetzt war es nicht mehr möglich. Sie umkreisten mich, ließen mich nicht mehr los.

„Hey. Könntet ihr uns kurz allein lassen?“, fragte ich meine Familie.

Keine Ahnung, was mein Bruder dachte, denn er grinste spitzbübisch und streckte mir vor dem Gehen einen Daumen entgegen. So ein Idiot … als wenn wir jetzt rummachen würden …

Sebastian fand das wohl auch äußerst hirnrissig, denn er schüttelte den Kopf. Er beugte sich vorsichtig über mich, doch ich stoppte ihn Zentimeter vor meinem Gesicht.

„Sebastian … wir müssen reden.“

Er riss panisch die Augen auf und trat einen Schritt zurück.

„Wir müssen die Hochzeit nicht überstürzen, Franzi.“

Ich holte tief Luft. „Ich will überhaupt nicht heiraten.“

Er starrte mich an. „Das meinst du doch nicht so …“

Ein Kloß bildete sich in meinem Hals und Tränen stiegen mir in die Augen. Ich schluckte. Meine Finger krallten sich an der Decke fest. „Nein. Das meine ich genau so. Ich … ich kann dich nicht heiraten, Sebastian.“ Ich stockte. Die nächsten Worte kosteten mich all meine Kraft. „Ich liebe dich nicht mehr. Und das schon seit Monaten. Ich hätte dir niemals nachgeben dürfen. Das hier … es macht uns auf lange Sicht beide unglücklich. Unsere Ehe wäre eine Katastrophe.“ Ich zog an dem Verlobungsring, den ich wie eine Fessel betrachtete. „Nimm ihn bitte zurück und gib ihm einer Frau, die dich wirklich verdient hat. Die dich wirklich liebt.“

Ich hielt ihm den Ring entgegen. Er war aus Gelbgold und besaß einen viel zu auffälligen Diamanten in einer kunstvoll gefertigten Krone. Wer mich kannte, wusste, dass ich so etwas niemals trug. Doch Sebastian zuliebe hatte ich es getan. Weil ich sonst meinen besten Freund verloren hätte.

Er bewegte sich nicht. Er blickte mich einfach nur stumm an.

„Sebastian … bitte …“, flehte ich ihn an.

„Nein, Franzi. Behalt ihn.“ Er drehte sich um und ging.

Die Schluchzer schüttelten meinen Körper, während ich den Tränen freien Lauf ließ.

Mein Vater und Marc kamen nicht sofort zurück. So, als hätte Sebastian es ihnen gesagt. Worüber ich ins Geheim froh war. Wir sprachen allerdings nicht darüber.

 

Am späten Nachmittag hellte sich die Wolkendecke auf. Ich bat den Pfleger, der meine Werte kontrollierte, um einen Rollstuhl. Ich musste hier raus. Wenigstens für ein paar Minuten.

Die Sonnenstrahlen wärmten mein Gesicht, als mich mein Bruder den Weg an der Havel entlangschob. Papa lief neben uns her. Die Hände in den Hosentaschen vergraben.

Es war inzwischen September geworden. Wie konnte die Zeit so schnell vergehen? Im März war ich gestürzt. Das waren schon 6 Monate, die ich in verschiedenen Krankenhäusern und Rehazentren verbracht hatte.

Ich hörte laute Stimmen. Eine Menschentraube bildete sich am Ufer vor uns.

„Was ist das?“

„Auf der anderen Seite ist ein Sportzentrum. Vielleicht trainieren die gerade.“

Wie auf Kommando rasten zwei Kanuboote an uns vorbei, gefolgt von einem Beiboot. Ein Mann mit einem Megafon spornte die Athleten an. Der Trainer kam mir irgendwie bekannt vor.

„Ist das Thomas Holzmann?“

„Ich glaube schon … War er nicht mal Kanute?“

„Das weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich höllische Angst vor ihm hatte, als er mich fragte, ob ich der Vater dieser Schlägerin sei …“

Ich verzog mein Gesicht.

„Wie lange warst du nochmal nach dem Foul gesperrt, Franzi?“, fragte Marc.

„5 Spiele.“

Papa schüttelte den Kopf. „Nur weil ihr beiden so einen sportlichen Ehrgeiz habt …“

„Ey! Ich wurde noch nie gesperrt.“

„Dein Ehrgeiz ist trotzdem immens. Auch wenn er bisher regelkonform war.“

Ich schmunzelte.

„Ich wünschte ihr würdet so einen Ehrgeiz auch in anderen Bereichen zeigen.“

Marc schnaufte, während ich die Augen verdrehte.

Die Boote kamen zurück. Diesmal in einem gemäßigten Tempo. Thomas rief den Athleten etwas zu. Doch es war für mich unverständlich. Er hielt das Boot auf unserer Höhe an.

„Franzi … es ist gut dich zu sehen.“

Seine Worte nahmen mir eine Last. Zum ersten Mal hatte mich jemand nicht danach gefragt, wie es mir geht. Eine Frage, die ich hasste.

„Es ist auch gut dich zu sehen.“ Ich lächelte ihn an, bevor mein Blick den Kanus folgte. „Trainierst du den O-Kader?“

„Seit zwei Jahren. Aber die Jungs und Mädels machen es mir manchmal ganz schön schwer. Vor allem, wenn sie nach den Ferien wieder hierherkommen.“ Er seufzte schwer. „Immer das Gleiche … egal wie alt sie sind oder wie viele Jahre Erfahrung sie haben.“

Marc klopfte auf meine Schulter. „Ach, Franzi … die haben Ferien.“

Ich kicherte. „Ich wette Thomas übertreibt. Athleten mit Zielen lassen sich niemals gehen.“

„Dann überzeuge ich dich gerne vom Gegenteil.“ Er hob sein Funkgerät. „Hannes und Tom können starten.“ Als die Kanuten mit ihren Booten näherkamen, schimpfte Thomas: „Was ist denn das für eine Technik, Lauter? Und so willst du Gold gewinnen? Boah, Tom! Rhythmus!“

Ich biss mir auf die Unterlippe. Gerald, mein Trainer, war genauso leidenschaftlich. Nur dass er deutlich mehr Schimpfwörter benutzte.

Plötzlich machte es Klick. War das nichts für mich? Eine Trainerlizenz.

Was brauchte ich dafür? Analytisches Denken? Erfahrungen im Leistungssport? Kräftige Stimmbänder? Ein eigenes Repertoire an Schimpfwörtern?

Das konnte ich alles vorweisen.

„Hey Thomas? Hast du Lust, mich die Tage mal zu besuchen? Ich wohne zurzeit in dem Gebäude dort hinten.“

Er lächelte mich an, als hätte er gerade eine Einladung vom Papst erhalten.

„Gerne. Soll ich Josie mitbringen?“

Meine Mundwinkel hoben sich. „Sag Hakennase, dass sie sich nicht hinter Papi verstecken muss. Sie kann auch allein vorbeikommen. Solange sie Marc nicht wieder anbaggert.“

„Sie hat mich gar nicht …“

Thomas und Papa lachten. Mein Bruder zog, seit er Football spielte, alle möglichen Frauen an. Er war aber auch ein gutaussehender Kerl. So wie der Typ, der gerade mit seinem Kanu an Thomas Boot vorbei paddelte.

Breite Schultern, blonde Haare und Oberarme, die meinen früheren Radsportlerinnen-Oberschenkeln Konkurrenz machten. Meine Güte … der war heiß.

Leider konzentrierte er sich so sehr auf den Sport, dass ich sein Gesicht nicht sah. Wie hieß er nochmal? Hatte Thomas nicht seinen Namen genannt? Ob es sehr auffällig war, ihn jetzt danach zu fragen?

Ja … genau, Franziska … erst vor ein paar Stunden deinen Verlobten abgeschossen und jetzt schon die Fühler nach dem Nächsten ausstrecken?

Vielen Dank, mein liebes Gewissen. So konnte man mir auch den Tag vermiesen.

Trotzdem schaute ich ihm aus dem Augenwinkel hinterher.

„Wie wäre es Donnerstag?“, fragte Thomas.

„Hm?“

„Mit dem Besuch?“

„Ach so. Donnerstag geht’s erst nach 16:00 Uhr. Davor hab ich Physio.“

Thomas verzog das Gesicht. Er wusste, welche Belastung die Therapie in meinem Stadium bedeutete. „Hast du dann überhaupt noch einen Nerv für mich?“

„Über Besuch freu ich mich immer. Vor allem, wenn er nicht fragt, wie es mir geht.“

Er nickte. „Dann komm ich Donnerstag nach dem Training vorbei. Josie wird bestimmt schon eher hier aufschlagen.“

„Sag ihr, dass ich mich auf sie freue.“

(Das ist die Vorgeschichte zu einer Sportromance Trilogie, die in einer meiner Schubladen schlummert ...)

Eva

Lass deine Protagonist*innen aufeinandertreffen.

Ein Tag in Julies Kopf-Wartezimmer …

 

Anna sitzt auf dem Stuhl neben Jonah und blättert durch eine Zeitschrift. Ihnen gegenüber kuscheln Rebecca und Callum miteinander.

Andy und Eric kommen in den Raum und drücken schnell die Tür hinter sich zu.

Anna: Was ist denn mit euch los?

Andy: Wir wollten nur kurz mit unseren Freunden abhängen. Aber die hatten andere Pläne.

Callum hebt eine Braue.

Callum: Wollten die etwa hier rein?

Eric: Oh ja … Chris und Harper saßen uns richtig im Nacken.

Jonah öffnet sein Jackett. Seine Waffe kommt darunter zum Vorschein.

Jonah: Soll ich euch behilflich sein?

Anna schüttelt den Kopf.

Rebecca: Ich denke, dass sie es allein schaffen.

Die Tür auf der anderen Seite öffnet sich und Toni schlendert vor Felix hinein.

Alle starren sie entsetzt an.

Anna: Was macht ihr denn hier?

Toni macht es sich in einem Sessel gemütlich und legt ihre Füße auf den Couchtisch davor.

Rebecca: Haben dir deine Eltern kein Benehmen beigebracht?

Toni stöhnt und nimmt die Füße runter.

Toni: Ja, Mama.

Anna verdreht die Augen.

Andy und Eric entfernen sich langsam von der Tür und setzen sich dem Zwischen-deinen-Lines-Paar gegenüber.

Andy: Und warum seid ihr nun hier?

Felix: Julie hat uns hierhergeschickt.

Die anderen nicken, als würde dies alles erklären.

Callum: Aber warum? Eure Story ist doch fertig.

Toni seufzt.

Jonah blickt von seinem Handy auf.

Jonah: Ist sie nicht?

Felix: Sie arbeitet gerade am 1. Geburtstag und hat deshalb tausend Ideen für Bonuskapitel oder Aktionen. Außerdem ist sie super aufgeregt, weil sie bei der Buchmesse vom Sofa dabei ist.

Eric: Na klasse. Und ich hatte gehofft, dass sie endlich aus ihrem Reisetief herauskommt und unsere Geschichte beendet. Bis März ist jetzt nicht mehr so viel Zeit.

Toni: Was ist im März?

Eric: Da hat Eva Maria einen Slot fürs Lektorat geblockt.

Rebecca: Wie bitte?!

Callum: Uns hat Julie auch gesagt, dass sie bis März fertig sein will.

Andy klappt die Kinnlade herunter.

Rebecca: Na ja … im Prinzip ist unsere Geschichte ja schon fertig.

Callum: Nur dass sie unsere Namen geändert hat und die Perspektive umschreibt.

Andy: Echt jetzt?

Anna: Ich hasse mein Leben.

Jonah streichelt beruhigend über ihr Bein.

Jonah: Unseren ersten Teil wird sie bestimmt bald zu Ende schreiben.

Anna schaut ihn zweifelt an.

Andy: Wie lange sitzt ihr denn schon hier?

Jonah: Zu lange.

Felix: Fast 10 Jahre.

Anna schießt ihm einen bösen Blick zu.

Anna: Hättet ihr euch letztes Jahr nicht vorgedrängelt, säßen wir nicht mehr hier.

Toni: Und eure Geschichte wäre bei Veröffentlichung Sch***e gewesen.

Anna springt auf. Jonah hält sie schnell fest.

Rebecca schüttelt den Kopf.

Eric: Also echt, Toni. Willst du das Zeitliche segnen?

Toni: Warum? Ich hab doch recht. Julie steckt in eure Geschichte viel mehr Herzblut als in unsere. Wenn eure Geschichte nicht gut ankommt, wird sie am Boden zerstört sein. Wenn sie dann nicht sogar aufhört zu schreiben.

Anna beruhigt sich. Sie und Jonah nehmen wieder Platz.

Rebecca: Ich glaube, die einzig andere Geschichte, die es mit euch aufnehmen könnte, wäre die von Hanna und Thorm.

Anna legt den Kopf schräg.

Anna: Unsere Story spielt in ihrer Heimat und deren behandelt eines ihrer Herzensthemen.

Jonah: Und Hanna ist nach ihrer Uroma benannt.

Andy nickt.

Eric: Ich würde auch noch Franzi und Hannes dazu zählen.

Callum: Warum liebt sie eigentlich so sehr Sport? Sie will eine ganze Reihe über einen Fußballclub veröffentlichen. Dann noch mindestens ein Buch über Biathlon. Und wer weiß, wie viele Teile übers Paddeln.

Felix: Musik kommt aber auch viel vor.

Toni: Hoffentlich verschiebt sie die Recherchereise an die Ostküste noch um ein weiteres Jahr. Sonst wird sie mit der Devils-Reihe nie fertig.

Jonah: Wieso will sie an die Ostküste?

Felix: Recherche für die Navy-Trilogie und die Song-of-my-Life-Story.

Anna weitet die Augen.

Anna: Verdammt. Diese Frau wird noch einen Burn-Out erleiden.

Callum: Oder sich vorher in den finanziellen Ruin treiben.

Eric: Ich glaube, sie hat aus ihren Fehlern bei denen gelernt.

Toni: Bei denen?

Eric: Hey. Komm schon. Bei euch sind ihr definitiv einige Fehler passiert.

Toni rümpft die Nase, doch sie widerspricht nicht.

Anna: Nicht nur bei denen …

Jonah: Sonst würden wir wohl nicht mehr hier sitzen.

Rebecca: Denkt ihr, uns geht es besser?

Callum: Wir werden gerade komplett überarbeitet.

Anna: Ich finde Julies neuen Ansatz viel besser. Sie hat ihre Fähigkeiten nach Zwischen deinen Lines definitiv verfeinert. Eigentlich sogar schon nach dem Teillektorat unserer Story.

Jonah: Mal sehen, was nach dem Feedback ihrer Testleserin passiert. Vielleicht werden wir dann auch komplett überarbeitet.

Anna: Hoffentlich nicht. Ich will nicht noch weitere 10 Jahre hier sitzen. Während die anderen hindurch geschleust werden.

Andy: Da können wir ja froh sein, dass sie schon die Hälfte unserer Story fertig hat.

Eric: Wer weiß, was nach dem Lektorat noch alles verändert wird …

Rebecca: Na wenigstens nicht eure Namen.

Andy: Das weißt du nicht. Dieser Frau traue ich alles zu!

Es klopft an der Tür.

Felix: Hier ist kein Platz mehr!

Franzi steckt ihren Kopf hinein.

Franzi: Ach Mann!

Sie schaut hinter sich.

Franzi: Hannes, wir müssen uns einen anderen Raum zum Rummachen suchen.

Sie schließt die Tür hinter sich.

Alle schütteln den Kopf.

Jonah: Also bei den beiden wird sie definitiv eine Triggerwarnung schreiben müssen.

Callum presst die Lippen aufeinander. Eric versteckt sein Grinsen hinter der Hand. Felix hustet, um sein Lachen zu überspielen.

Die Frauen werfen ihnen Blicke zu.

Jonah: Sagt bloß, dass Franzi euch nichts erzählt hat?

Andy: Kein Sterbenswörtchen.

Callum: Hannes ist jetzt auch nicht ins Detail gegangen.

Eric: Er hat uns nur eine Zahl genannt.

Toni: Eine Zahl?

Felix: Eine verdammt hohe Zahl für Leute, die nicht nur den ganzen Tag im Bett verbringen.

Rebecca: Sind eben beide Leistungssportler bzw. ehemals … die haben Durchhaltevermögen.

Callum: Als wenn unsere Flaute an meinem Durchhaltevermögen liegen würde.

Rebecca: Es ist sehr schwer in Fahrt zu kommen, wenn man jederzeit gestört werden könnte.

Anna: Gott, Rebecca. Schließ doch einfach die Tür ab!

Rebecca wirft Callum einen kurzen Blick zu.

Andy lacht.

Eric: Ach? Callum ist das Problem.

Rebecca: Er hat damit angefangen, dass der Kleine bei uns schlafen darf.

Toni und Felix grinsen sich breit an.

Toni: Wir sind so gut.

Felix: Verdammt gut.

Andy: Jetzt beweihräuchern die sich auch noch.

Felix: Im Moment sind wir euch klar überlegen.

Eric schaut zur Decke.

Eric: Mal sehen wie lange noch.

Andy stößt ihn mit den Ellbogen in die Seite.

Alle Köpfe wenden sich ihnen zu.

Andy: Na super, Eric West! Du hast ganz fantastisch gespoilert.

Eric lächelt sie breit an.

Anna: Und es tut ihm nicht leid.

Die Tür öffnet sich und Lily tritt hinein.

Lily: Mom! Mir ist so langweilig!

Anna: Ich weiß. Aber noch musst du vor der Tür warten.

Lily stöhnt auf und verlässt wieder das Zimmer.

Alle: Teenager!

Kati

Schreibe eine Geschichte. Der erste Buchstabe des Wortes muss im Alphabet auf den letzten Buchstaben des vorherigen Wortes folgen.


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