Husband against Book Boyfriends 1

Wieso brauchst du einen Book Boyfriend?

Husband und ich chillen auf der Couch – er mit seinem Handy und ich mit Buch.

Die Handlung reißt mich so mit, dass ich zuerst kichere und kurz darauf seufze.

Er tippt mich an.

Husband: Was liest du da?

Ich: Eins der Bücher, die ich mir bestellt habe.

Husband: Aha … und worum geht’s da?

Ich lasse das Buch sinken.

Ich: Seit wann interessierst du dich für Romance?

Husband: Ich interessiere mich für dich. Das hat nix mit dem Buch zu tun. Haben die sich etwa geküsst?

Ich hebe das Buch wieder, damit er nicht sieht, wie ich die Augen verdrehe.

Er stupst mich an.

Husband: Hallo? Ich rede mit dir.

Ich stöhne genervt auf.

Ich: Nein … die haben sich nicht geküsst. Louis hat nur etwas voll Süßes gemacht.

Husband: Und Louis ist dein neuer Book Boyfriend?

Ich: Vielleicht … bisher gibt’s Up’s and Down’s. Aber ich mag ihn irgendwie.

Es ist einen Moment still.

Husband: Wieso brauchst du überhaupt einen Book Boyfriend?

Ich: Mann, Hase! Da ist doch nichts dabei …

Husband: Du schwärmst für einen anderen Mann …

Ich schaue ihn über den Rand des Buches an.

Ich: Es ist ein fiktiver Mann. Ist das nicht besser, als wenn es ein Schauspieler ist?

Er kräuselt die Nase.

Husband: Mir wäre es lieber, wenn du dich nur mit der Realität beschäftigen würdest.

Ich: Mit dir, meinst du?

Er zuckt mit den Achseln.

Ich schüttle den Kopf.

Ich: Also wirklich … ich wünschte, ihr Männer würdet auch mal ein paar Romance Bücher lesen.

Husband: Damit wir mehr euren Erwartungen entsprechen?

Ich: Nein. Damit ihr seht, dass wir manchmal aus der Realität entfliehen müssen. Dass wir manchmal einen Bad Boy brauchen, um zu erkennen, dass die Wirklichkeit mit unseren Teddybär Husbands besser ist. Mal ehrlich, wer würde sich denn freiwillig auf einen Mafia Boss einlassen. Das schreit ja nach einer absoluten Katastrophe. Das ist eine unübersehbare Red Flag. Und trotzdem gehen diese Bücher weg wie warme Semmeln.

Er nickt.

Husband: Okay … aber du liest solche Bücher eher selten …

Ich zucke mit den Schultern.

Ich: In letzter Zeit sehr selten … im Moment mag ich vor allem Sportromance und Wohlfühlbücher.

Wir schweigen wieder.

Husband: Und was hat dieser Louis, was ich nicht habe?

Ich: Norwegische Wurzeln. Norweger sind heiß.

Husband: Muppi!

Ich lache und kuschel mich danach an ihn.

Ich: Du bist der beste Mann dieser Welt. Egal, welches Buch ich gerade lese oder schreibe. Nur weil ich meine Fantasie benutze, um mich wegzuträumen, bedeutet das nicht, dass ich dich weniger liebe.

Er lächelt. Seine Augen leuchten. Ich küsse ihn sanft auf die Lippen.

Ich: Außerdem kann kein Book Boyfriend das hier ersetzen.

Ich schmiege mich enger an ihn. Seine Wärme hüllt mich ein. Ich schließe meine Augen und genieße unsere Zweisamkeit.

Husband against Book Boyfriend 2

Wie viel Husband steckt im Book Boyfriend?

Ich trete für die Wohnungstür und höre, wie sich Husband im Wohnzimmer räuspert.

Ich: Hey Schatz.

Er brummt.

Ich schaue zur Tür hinein. Er blättert eine Seite von #zwischendeinenlines um.

Ich: Was machst du da?

Husband: Lesen.

Ich: Das seh ich. Aber warum?

Husband: Ich wollte nochmal nachlesen, was Felix im Buch so macht.

Ich: Aha … wieso?

Er lässt das Buch sinken.

Husband: Meine Kolleginnen haben gefragt, wie du auf solche Ideen kommst.

Ich: Die fliegen mir einfach so zu. Manchmal reichen Alltagssituationen aus.

Er runzelt die Stirn.

Husband: Ach ja? Und wie viel steckt von mir da drin?

Ich lächle und schlendere an ihm vorbei ins Schlafzimmer.

Husband: Was sollte dieses Lächeln?

Ich: Gar nichts.

Husband: Das glaub ich dir nicht!

Ich: Sagen wir einfach, dass Felix ein paar deiner Persönlichkeitszüge abbekommen hat.

Husband: Und welche?

Ich: Er frisst Sachen in sich rein und redet nicht gerne über seine Gefühle … vor allem nicht über die Negativen.

Husband: Welcher Mann macht das denn freiwillig?

Ich: Keine Ahnung. Muss ja Ausnahmen von der Regel geben.

Husband: Okay. Das war alles?

Ich: Dein musikalisches Talent ist es nicht.

Er verdreht die Augen.

Husband: Sehr witzig.

Ich: Deinen Humor … vielleicht.

Husband: Vielleicht?

Ich: Du hast einen speziellen Humor. Den versteht nicht jeder. Aber du kannst über dich selbst lachen. Und das kann definitiv nicht jeder.

Husband: Bei Tonis Witzen muss er auch viel Humor haben. Manche Gags sind echt fies.

Ich: Die meisten davon hat er aber definitiv verdient. Vor allem nach der Sache mit den Groupies.

Er grinst.

Ich: Toni war meiner Meinung da sogar noch zu nett.

Er verdreht die Augen.

Husband: Ich weiß schon … du hast gelernt mit einem Küchenmesser umzugehen.

Ich beuge mich zu ihm und küsse ihn.

Ich: Und deshalb bist du der beste Mann auf dieser Welt. Du würdest so etwas niemals tun.

 

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Husband against Book Boyfriend 3

Weihnachtsromantik mit Husband oder Book Boyfriends?

Husband und ich dekorieren das Wohnzimmer für Weihnachten. Dabei schmücken wir auch unseren geliebten Plastebaum. Im Hintergrund schmettert Mariah Carey All I want for Christmas.

Husband: Machen das deine Book Boyfriends eigentlich auch?

Ich: Wieso sollten sie das nicht?

Er zuckt mit den Schultern.

Husband: Ich frag doch nur.

Ich seufze, denke aber trotzdem darüber nach.

Ich: Felix zu 100 %. Callum erhält bestimmt die ganze Zeit Anweisungen von Rebecca. Jonah und Anna streiten sich wahrscheinlich, weil jeder eine eigene Meinung dazu hat, wie viel sie dekorieren sollten. Und bei Andy und Eric weiß ich es tatsächlich nicht.

Husband: Warum nicht?

Ich: Weihnachten hat für Eric einen bitteren Beigeschmack, da seine Mom tot ist. Außerdem sind die beiden sicherlich nicht so oft zuhause, um richtig zu schmücken. Ich glaube, dass sie viel bei Andys Familie verbringen. Und da bin ich mir zu 1000 % sicher, dass das Haus der Hunts unserem Weihnachtshaus Konkurrenz macht.

Er lacht.

Husband: Da kommen Andy und Eric bestimmt in Weihnachtsstimmung.

Ich hänge eine kleine, rote Kugel an den Baum. Kritisch beäuge ich unser Werk.

Ich: Was meinst du?

Husband: Also Mutter würde jetzt sagen, dass da noch einiges fehlt.

Ich verdrehe meine Augen.

Ich: Beim Baum zuhause sieht man ja auch fast kein Grün mehr.

Er grinst.

Husband: Ich mag unseren Baum.

Er greift mich an der Hüfte und drückt mir einen Kuss auf die Lippen.

Ich schiebe ihn energisch von mir.

Husband: Was ist mit meiner Belohnung?

Ich: Wir sind noch nicht fertig!

Er stöhnt auf.

Husband: Was willst du denn noch machen? Lichter stehen in den Fenstern. Der Baum ist geschmückt. Weihnachtsmusik läuft seit Stunden hoch und runter.

Ich: Wie wär’s mit Backen?

Er starrt mich entsetzt an. Wahrscheinlich fragt er sich gerade, ob ich mir den Kopf gestoßen habe.

Husband: Du? Backen?

Ich: Wieso denn nicht?

Husband: Weil du nicht bäckst. Na ja, äußerst selten. Das letzte Mal muss schon Jahre her sein. Ich glaub, du hast häufiger gekocht.

Ich: Du kochst halt viel besser!

Er lächelt fies.

Husband: Nee. Du bist einfach zu faul dafür.

Ich: Ich hab besseres zu tun!

Husband: Oh ja! Bücher schreiben.

Ich: Also gestern hast du dich darüber nicht beschwert.

Er lächelt breit.

Husband: Komm schon, Muppi. Ein bisschen Weihnachtsromantik schadet uns nicht.

Ich hebe meine Brauen.

Ich: Weihnachtsromantik? Weißt du überhaupt, was das ist?

Er beugt sich vor und flüstert mir Dinge ins Ohr, die besser in unseren vier Wänden bleiben.

Ich räuspere mich.

Husband: Und? Kenne ich mich mit Weihnachtsromantik aus?

Ich: Meine Book Boyfriends wären sehr stolz auf dich.

Er grinst.

Husband: Möchtest du immer noch Plätzchen backen?

Ich schüttle energisch den Kopf.

Husband: Gut. Dann können wir ja zur Belohnung übergehen.

Er nimmt meine Hand.

Ich: Gleich. Ich muss das nur schnell …

Husband: Nein! Jetzt wird nicht geschrieben.

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